{"id":158,"date":"2014-07-28T19:18:57","date_gmt":"2014-07-28T17:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mareinoa.de\/?p=158"},"modified":"2018-11-21T10:20:52","modified_gmt":"2018-11-21T08:20:52","slug":"update-zum-segelverhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mareinoa.de\/?p=158","title":{"rendered":"Update zum Segelverhalten"},"content":{"rendered":"<p>Eintrag vom 21.11.2018<\/p>\n<p>Die Segelsaison 2018 hat viel Erfreuliches gebracht. Der Umbau des Riggs hat sich gelohnt, die Segel stehen viel besser als vorher. Wir konnten gr\u00f6\u00dfere T\u00f6rns, z. B. nach D\u00e4nemark, erfolgreich durchf\u00fchren. Dabei ist nichts kaputt gegangen. Bei mittleren Winden ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 7-9 kn machbar. Bei wenig Wind hat das Boot allerdings, insbesondere auf raumen Kursen, zu wenig Segelfl\u00e4che. Das soll sich in der n\u00e4chsten Saison durch die Anschaffung eines Blisters mit 65qm \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt es nat\u00fcrlich weiteren Optimierungsbedarf. Unbefriedigend ist noch das Segelverhalten hoch am&nbsp; Wind bei st\u00e4rkem Wind. Bei 5 Bft. kann man das Aufkreuzen vergessen. Das liegt an der Genua, die als Rollreffsegel im gerefften Zustand kein zufriedenstellendes Profil bietet. Auch da muss voraussichtlich ein neues Segel, extra f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse, her.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein anderes Problem gibt es bereits die L\u00f6sung, auch wenn deren Abarbeitung noch sehr arbeitsintensiv ist und voraussichtlich den gesamten Winter dauern wird. Bei viel Wind und Welle und bei Kursen am Wind bis zu halbem Wind schaukelt sich der Schwimmer auf. Um das abzustellen sind \u00c4nderungen im Unterwasserschiff des Schwimmers notwendig, die nun aber z\u00fcgig angegangen werden.<\/p>\n<p>Alles in Allem aber eine sehr erfolgreiche Segelsaison, in der das Schiff durch sein angenehmes Verhalten im Seegang &#8211; wieder ist niemand an Bord seekrank geworden &#8211; und sein Geschwindigkeitspotential \u00fcberzeugen konnte. Das l\u00e4sst uns mit viel Vorfreude auf die n\u00e4chste Saison blicken.&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 13.11.17<\/p>\n<p>In der Tat hatte der Wettergott doch noch ein Einsehen mit uns und hat uns ein warmes Wochenende mit moderaten Winden geschenkt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst haben wir die Fock auf den alten Gro\u00dfstagfu\u00dfpunkt geschotet, weil wir uns davon am Meisten erhofft haben. Das Ergebnis war m\u00e4\u00dfig bis entt\u00e4uschend. Hatte der Wendewinkel vorher 120\u00b0 betragen (mit Schwert),&nbsp; so verbesserte er sich jetzt zwar auf 100\u00b0, aber die Fock warf ihren Abwind in das Gro\u00df und das Boot machte kaum Fahrt.<\/p>\n<p>Nach der ersten Entt\u00e4uschung haben wir die Fock dann auf die alte Stellung, die Fockleitschiene, geschotet. Das war dann der Durchbruch. Beide Segel standen tadellos und zu meinem Erstaunen verringerte sich auch der Wendewinkel nicht. Dazu lief das Boot bei 2 WS knapp 8 kn. Wegen des Bruch ims Laminat sind wir ohne Schwert gesegelt. Das Schwert d\u00fcrfte nochmals 10\u00b0 bringen und mit dann endg\u00fcltig 90\u00b0 Wendewinkel bin ich zufrieden, vor allem, weil die Segel sehr gut stehen und das Boot gut l\u00e4uft. Die Umbauarbeiten haben wirklich viel Arbeit bedeutet, aber abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich sagen, sie haben sich gelohnt.<\/p>\n<div><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p>Eintrag vom 2.10.17<\/p>\n<p>Eine mehr als durchwachsene Saison n\u00e4hert sich mit riesigen Schritten dem Ende.<\/p>\n<p>Die Planung f\u00fcr dieses Jahr sah vor, im Fr\u00fcjahr das Rigg zu ver\u00e4ndern und dann auf einige gr\u00f6\u00dfere T\u00f6rns zu gehen. Im Rahmen der Rigg\u00e4nderung sollte das Gro\u00dfstag nach Luv versetzt werden um im Endergebnis mehr H\u00f6he laufen zu k\u00f6nnen.&nbsp; Wie meistens, war das mit erheblichen Folgen verbunden. So mu\u00dften die Gro\u00dfschotholepunkte versetzt werden und daf\u00fcr extra &#8222;H\u00f6rner&#8220; angebaut werden. Die Ver\u00e4nderungen reichten bis zum Versetzten der Winschen. Zwar waren die Folgearbeiten von vorneherein klar, aber wie \u00fcblich wurde der Aufwand und der Zeitbedarf untersch\u00e4tzt. Dazu kamen Lieferverz\u00f6gerungen von Zukaufteilen.<\/p>\n<p>Im Endergebnis sind die Arbeiten jetzt, am Ende der Saison, immer noch nicht endg\u00fcltig abgeschlossen. Auf einer Seite sind die Arbeiten allerdings schon soweit gediehen, dass wir Probeschl\u00e4ge durchf\u00fchren konnten, die auch recht verhei\u00dfungsvoll verlaufen sind &#8211; das Boot geht h\u00f6her an den Wind und die Segel stehen besser.<\/p>\n<p>Gepaart mit den Wetterkapriolen und anderen Terminkollisionen hat die Gemengelage aber insgesamt dazu gef\u00fchrt, dass wir zwar viele kurze Schl\u00e4ge, aber keinen langen T\u00f6rn gemacht haben. Ganz zum Schlu\u00df kam es bei Starkwind noch zu einem Bruch im Laminat, wodurch bis zu einer grundlegenden Reparatur im Winterlager nur noch T\u00f6rns bei wenig Wind m\u00f6glich sind. Ich hoffe trotzdem noch auf einen Probeschlag, um die Verbesserungen am Rigg abschlie\u00dfend beurteilen zu k\u00f6nnen. Hoffentlich ist uns der Wettergott noch einmal wohl gesonnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 9.3.2017<\/p>\n<p>Erfahrungsbericht im Multihull-Report<\/p>\n<p>In der sehr lesenswerten M\u00e4rzausgabe des Multihull-Report (multihull.de) ist ein Bericht erschienen, in dem ich die Erfahrungen aus den letzten drei Jahren mit MAREINOA zusammengefa\u00dft habe. Der Herausgeber, Othmar Karschulin, war so freundlich, der Ver\u00f6ffentlichung auf dieser Seite&nbsp; zuzustimmen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mareinoa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Multihull-Erfahrungsbericht.pdf\">Multihull Erfahrungsbericht<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 12.9.16<\/p>\n<p>Crew der MAREINOA entert Geisterschiff in der L\u00fcbecker Bucht<\/p>\n<p>Wir waren am 11.9. auf dem R\u00fcckweg von Neustadt nach Boltenhagen, als wir s\u00fcdlich der Tonne Pelzerhaken eine Segelyacht entdeckten, die sich sehr auff\u00e4llig verhielt. Das 8,70m lange Boot mit dem Namen \u201eCalpurnia\u201c fuhr unter Motor im Kreis, die Segel waren verzurrt und die Fender hingen aussenbords. Auch bei weiterer Ann\u00e4herung konnten wir keine Person an Bord erkennen. Nachdem trotz Signalhorn und Anfunken keine Reaktion von Bord der Segelyacht erfolgte, informierten wir Bremen Rescue \u00fcber Kanal 16. Zwei Besatzungsmitglieder der MAREINOA setzten daraufhin auf das fremde Boot \u00fcber, fanden dort aber keine Person vor. Nachdem wir diese Information an Bremen Rescue abgesetzt hatten, l\u00f6ste diese \u201eMayday Relay\u201c aus. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit war der Seenotrettungskreuzer Hans Hackmack aus Gr\u00f6mitz und ein Rettungshubschrauber vor Ort. Die Durchsuchung des Bootes ergab, dass es sich um eine Charteryacht handelte, die tags zuvor von einem 32j\u00e4hrigen Stuttgarter in Travem\u00fcnde \u00fcbernommen worden war.<\/p>\n<p>Trotz der sofort eingeleiteten Suchaktion in der L\u00fcbecker Bucht, an der sich neben der Hans Hackmack f\u00fcnf weitere Boote der Seenotrettung, des K\u00fcstenschutzes und der Polizei und der Hubschrauber beteiligten, konnte die vermisste Person nicht gefunden werden.<\/p>\n<p>Eintrag vom 4.8.2016<\/p>\n<p>Von Boltenhagen nach Heiligenhafen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Wettervorhersage: Wind West 4-5 Bft. , bedeckt, kein Niederschlag. Eigentlich kein Grund f\u00fcr erh\u00f6hte Nervosit\u00e4t f\u00fcr einen T\u00f6rn von Boltenhagen nach Heiligenhafen. Aber wenn der Bootstyp &nbsp;schon so exotisch ist, einzigartig sogar in der Ostsee, viele Einzelteile nicht nur in Eigenarbeit ausgef\u00fchrt, sondern auch selbst konstruiert wurden und es dazu auch noch in den ersten &nbsp;Sommert\u00f6rn mit dem Boot gehen sollte, dann steigt der Adrenalinspiegel doch geh\u00f6rig an.<\/p>\n<p>Der vorhergesagte West bedeutete f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil der Reise halben Wind und damit gute Voraussetzungen. Bis zur Ansteuerungstonne Offentief waren die Bedingungen auch ideal. Bei 1\/3 weggerefftem Segeln zeigte dass Log 7 kn. Danach wurde es ungem\u00fctlich. Die Wellen wurden zunehmend h\u00f6her und meinten, aus der L\u00fcbecker Bucht kommend, dem K\u00fcstenverlauf folgen zu m\u00fcssen, sodass sie mehr von vorn als von der Seite kamen. Da der scheinbare Wind auch recht vorlich einfiel, ergab das eine Kombination aus Wind und Welle, die dem Boot \u00fcberhaupt nicht gefiel. Der Schwimmer schaukelte sich sehr unsch\u00f6n auf und donnerte nach 5-6 solcher Perioden dann in die Welle und bremste dabei die ganze Fahrt ab. Wir hatten tats\u00e4chlich diese sehr seltene Kombination erwischt, bei der die Proa, im Gegensatz zu ihrem sonst ausgesprochen angenehmen Segelverhalten, ein unsch\u00f6nes Verhalten zeigt. Aus meiner heutigen Erfahrung wei\u00df ich, dass dieser Effekt mit mehr Ballastwasser h\u00e4tte reduziert werden k\u00f6nnen. In der damaligen Situation tr\u00f6stete ich mich damit, dass mit zunehmender Strecke die Wellen mehr und mehr seitlich und dann in N\u00e4he des Fehmarnsund sogar von achtern kommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Von der Ansteuerungstonne Offentief bis zur Tonne des L\u00fcbeck Ostseeweges ben\u00f6tigten wir exakt 1h, gleichbedeutend mit einem Schnitt von 7kn. Danach nahm der Wind weiter zu. Als der Wind einmal den Schwimmer so anhob, dass er unter das Trampolin griff, entschlossen wir uns, noch weiter zu reffen. Trotzdem pendelt das Log jetzt st\u00e4ndig um die 8 kn. Da die Wellen jetzt tats\u00e4chlich achterlicher kamen, waren die Bewegungen des Schiffes in jeder Hinsicht angenehm.<\/p>\n<p>Allerdings baute sich \u00fcber Gro\u00dfenbrode eine dunkle Wolkenwand auf, die nichts Gutes erwarten lie\u00df. Unsere Hoffnung, dass dieses Unget\u00fcm folgenlos an uns vorbeiziehen w\u00fcrde, verfl\u00fcchtigte sich recht schnell. An ein Ausweichen war auch nicht zu denken. In kurzer Zeit briste der Wind so auf, dass wir die Segel komplett wegnehmen mussten. Dann begann der gro\u00dfe Regen. Es sch\u00fctte wie aus Eimern. Das war kein Regen mehr, das war eine massive Wasserwand, die die Sicht auf 50m reduzierte.<\/p>\n<p>Dabei zeigte sich die Proa von einer ihrer angenehmsten Seiten. Sie legt sich ohne Segel und Ruder quer zum Wind und bleibt stabil so liegen. Die Bewegungen sind, als ob jemand den Wellengenerator abgestellt h\u00e4tte. Ich kenne keinen Bootstyp, der solch angenehme Segeleigenschaften unter diesen Umst\u00e4nden hat. &nbsp;Aber so sch\u00f6n wie das Verhalten auch ist, es war nat\u00fcrlich nicht das, was wir eigentlich wollten und so waren wie heilfroh, dass Regen und Wind nach kurzer Zeit aufh\u00f6rten und wir weitersegeln konnten.<\/p>\n<p>Der Fehmarnsund zeigte uns dann wieder das Ph\u00e4nomen, dass in Meerengen der Wind entweder von vorn oder von hinten kommt. Wir hatten das \u201evon vorn\u201c erwischt. Uns blies der Wind mit 6 Bft in die Z\u00e4hne.&nbsp; Ob der Motor es schaffen w\u00fcrde, das Boot mit seiner gro\u00dfen Windangriffsfl\u00e4che dadurch zu bringen, war f\u00fcr mich nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Eine Menge Gedanken und Erinnerungen gingen mir durch den Kopf. In der Planungsphase f\u00fcrchtete ich, dass sich das Boot wegen der Asymmetrie von Hauptrumpf und Schwimmer nicht geradeaus steuern lassen w\u00fcrde. Das erwies sich sehr schnell als unbegr\u00fcndet. Der Motor ist wunderbar im Schwerpunkt angebracht.<\/p>\n<p>Was sich aber bei den ersten Fahrten unter Motor und bei Welle herausstelle war, dass schon geringe Wellen gegen die Montageplattform des Motors platschen und den Motor wie in einer Dusche unter Wasser setzten. Au\u00dferdem kam trotz &nbsp;\u201eLangschaft\u201c der Propeller st\u00e4ndig aus dem Wasser. Und selbst komplett im Wasser r\u00fchrte er mehr das Wasser auf, als dass er Vortrieb leistete. Es war ein schmerzlicher und teurer Lernprozess, dass &nbsp;\u201eLangschaft\u201c nicht die l\u00e4ngste Form ist und ein vierfl\u00fcgeliger Propeller mit wenig Steigung besser als der serienm\u00e4\u00dfig eingebaute Propeller. Zusammen mit dem nachger\u00fcsteten Wellenbrecher und einer Verl\u00e4ngerung der Motorhalterung hat sich die nun vorliegende Kombination aber bestens bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Damit war es nun tats\u00e4chlich kein Problem, gegen den Wind und den unangenehmen Wellengang durch den Fehmarnsund zu motoren. Nach der Br\u00fccke erf\u00fcllte sich leider nicht unsere Hoffnung, die letzten Meter segeln zu k\u00f6nnen und so ging die Motorfahrt bis Heiligenhafen weiter. &nbsp;Immerhin war damit der erste Schlag erfolgreich geschafft und das Schiff hatte sich \u00fcberaus wacker geschlagen.<\/p>\n<p>Eintrag vom 16.5.2016:<\/p>\n<p>Das letzte Wochenende war in vieler Hinsicht ein Meilenstein. Durch den Feiertag mit anschlie\u00dfendem Br\u00fcckentag war es ein langes Wochenende mit Kaiserwetter bei teilweise 25C und mehr und 4-5Bft. Nach dem langen Winter endlich wieder Gelegenheit zu segeln mit der M\u00f6glichkeit, die vielen Bau- und Optimierungsma\u00dfnahmen zu testen. Um es vorweg zu sagen, es war rundum erfolgreich.<\/p>\n<p>Bereits auf dem 1. Probeschlag sind wir mit 10,4 kn, und die hoch am Wind, unterwegs gewesen. Was ist da m\u00f6glich wenn wir endlich das Problem des fehlenden Baumniederholers gel\u00f6st haben und auch bei raumem Wind die Segel ordentlich trimmen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag haben wir zum ersten Mal in einem fremden Hafen (Neustadt in H.) \u00fcbernachtet. Dabei haben wir auch zum ersten Mal bei etwas mehr Wind (4-5 Bft.) die gesch\u00fctzte Wohlenberger Wiek verlassen und uns auf die offene Ostsee getraut. Insbesondere die Tatsache, dass wir es am zweiten Tag 45 sm gegen den Wind wieder zur\u00fcck geschafft haben, hat unser Vertauen in das Boot erheblich gest\u00e4rkt. So banal wie das &#8222;wieder zur\u00fcck&#8220; klingt. Zu Beginn der Segelversuche war nur Segeln quer zum Wind m\u00f6glich. Einige Ma\u00dfnahmen haben diesen Zustand verbessert. Durch das Versetzen der Gro\u00dfschotholepunkte konnten wir zun\u00e4chst auch im ungerefften Zustand mehr H\u00f6he laufen. Durch das Anbringen von Barberhaulern f\u00fcr die Fochschot l\u00e4uft das Boot jetzt auch bei gerefften Segeln 60\u00b0 am Wind.&nbsp; Noch nicht gerade berauschend aber wir bewegen uns in die richtige Richtung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 1.1.2016:<\/p>\n<p>unter<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"750\" height=\"422\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4GDNx_iPg1E?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>findet sich ein Video, aufgenommen im August letzten Jahres in der L\u00fcbecker Bucht.<\/p>\n<p>Bei ca. 1 Bft. lief das Schiff unter diesen Windverh\u00e4ltnissen zwischen 4 und 6 Knoten. Das Video zeigt auch recht gut, wie kursstabil das Boot ist. Die Pinne ist nicht festgeklemmt sondern liegt nur locker auf der Auflage auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 4.12.2015<\/p>\n<p>In der vergangenen langen Zeit ist einiges am Boot geschehen.<\/p>\n<p>In der Winterpause wurde im Wesentlichen:<\/p>\n<ul>\n<li>der Mast verst\u00e4rkt<\/li>\n<li>der Ballasttank in den Ama eingebaut<\/li>\n<li>der Baum verst\u00e4rkt<\/li>\n<li>die Umlenkung f\u00fcr den Unterliekstrecker gebaut<\/li>\n<li>der Wellenbrecher f\u00fcr den Motor gebaut<\/li>\n<li>die Toillette installiert<\/li>\n<li>der Innenausbau vorangetrieben (Einbau von Regalen, Lackierung, Beleuchtung etc.)<\/li>\n<li>Einbau von Lot und Log<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch diese Arbeiten hat sich das Zuwasserlassen in den Juli verschoben. Die Segelsaison ist dadurch zwar recht kurz gewesen, aber wir haben die Zeit, die das Boot auf dem Trailer direkt vor der Haust\u00fcr stand, entsprechend verl\u00e4ngert. Es ist nun nicht mehr geplant, das Boot auseinander zu nehmen. Der Aufwand ist einfach zu gro\u00df und nimmt mit zunehmendem Ausbau des Bootes immer mehr zu. Dementsprechend liegt das Boot nun auch aus einem Winterliegeplatz an der Ostsee,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 13.9.2014<\/p>\n<p>Ein sehr gelungener Bericht mit aussergew\u00f6hnlich sch\u00f6nen Bildern findet sich in der &#8222;Yacht&#8220;, Ausgabe 19<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 10.9.2014<\/p>\n<p>Weil immer wieder die Frage nach der H\u00f6chgeschwindigkeit gestellt wird:<\/p>\n<p>Da kann ich an dieser Stelle noch nichts wirklich Vorzeigbares bieten.&nbsp; Mehr als 9 kn hat das Log bisher nicht hergegeben, ein Wert, mit dem man keinen Mehrrumpfsegler beeindrucken kann. Das liegt daran, dass wir wegen der Probleme mit dem Rigg sehr vorsichtig segeln. So wurden die 9 kn bei 3 WS und 2\/3 Gro\u00df und 1\/3 Fock erzielt. Bei 4 kn Wind (in B\u00f6en 5 kn), l\u00e4uft das Boot bis zu 6,7 kn, dann allerdings unter Vollzeug.<\/p>\n<p>Der Wendewinkel betr\u00e4gt 120\u00b0. Das ist zun\u00e4chst nicht wirklich gut, aber daf\u00fcr, dass wir mit der Optimierung des Riggs noch gar nicht angefangen haben, erst einmal ein akzeptabeler Wert.<\/p>\n<p>Eine genauso spannende Frage, wie sich das Boot unter Segeln verh\u00e4lt, war nat\u00fcrlich die Frage nach den Eigenschaften unter Motor. Da hatte ich zugegebener Ma\u00dfen zu Anfang gro\u00dfe Bedenken, dass die Proa mehrrumpftypisch wegen der gro\u00dfen Windangriffsfl\u00e4che nur sehr schwer zu steuern sein w\u00fcrde. Zu Anfang war das auch so und ich hatte mich schon intensiv mit dem Anbringen eines zweiten Motors befa\u00dft. Besser wurde es, als wir die Steuerung zur Drehung des Aussenborders optimiert hatten. Der wirkliche Durchbruch kam aber sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>In einer Zwangslage mu\u00dfte ich das Boot &#8222;r\u00fcckw\u00e4rts&#8220; steuern, eine Richtung, in der Einrumpfboote bekanntlich am schwierigsten zu steuern sind und die ich deshalb bis dahin tunlichst vermieden hatte. Dabei stellt ich zu meinen gro\u00dfen Erstaunen fest, dass es wesentlich einfacher war als &#8222;vorw\u00e4rts&#8220;. Seit dem fahre ich in engen Situationen nur noch r\u00fcckw\u00e4rts. Nat\u00fcrlich ist der Schub des Propelles r\u00fcckw\u00e4rts schlechter als vorw\u00e4rts. Das nehme ich aber in Kauf.<\/p>\n<p>Bei einer Neukonzeption (oder vielleicht&nbsp; sp\u00e4ter einmal bei MAREINOA) k\u00f6nnte man dar\u00fcber nachdenken, den Motor am anderen Ende des Cockpits anzubringen, also so, dass der Motor zieht, anstatt zu schieben. Man m\u00fc\u00dfte nat\u00fcrlich die anderen Konsequenzen bedenken wie hydraulische Eigenschaften und auch die ge\u00e4nderte Gewichtsverteilung, aber eine Diskussion w\u00fcrde sich sicher lohnen.<\/p>\n<p>Abgesehen davon hat sich die Schaftl\u00e4nge des Aubos, trotz Langschaft, als zu gering erwiesen. Es muss ein Ultralangschaft her. Leider, denn ich bin mit dem Suzuki-Einspritzmotor mehr als zufrieden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrag vom 28.7.2014<\/p>\n<p>Nachdem nun bereits einige Schl\u00e4ge absolviert wurden, liegen auch die ersten Erfahrungen unter Segel vor.<\/p>\n<p>Das Segelverhalten ist so, wie man es sich nicht besser w\u00fcnschen k\u00f6nnte. Das Boot segelt wie auf Schienen. Es ist sehr gut ausbalanciert mit geringem Ruderdruck und gehorcht dem Ruder spontan.<\/p>\n<p>Der mit so viel Spannung erwartete Vorgang des Shunten stellt sich in der Praxis als viel einfacher und entspannter dar als bef\u00fcrchetet. F\u00fcr den Vorgang hat man viel Zeit, es kommt keine Hektik auf. Einzig muss man darauf achten, dass das Ruder nicht abgelassen wird, wenn sich das Boot noch in die vorherige Richtung bewegt.<\/p>\n<p>Wenn die Vorsegel aufgerollt sind und das Gro\u00df ausweht, liegt das Boot ruhig und stabil im Wind, besser als jeder beigedrehte Monohull oder auch Mehrrumpfboot.<\/p>\n<p>Auch beim Segeln liegt das Boot ausgesprochen ruhig im Wasser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Eintrag vom 21.11.2018 Die Segelsaison 2018 hat viel Erfreuliches gebracht. Der Umbau des Riggs hat sich gelohnt, die Segel stehen viel besser als vorher. Wir konnten gr\u00f6\u00dfere T\u00f6rns, z. B. nach D\u00e4nemark, erfolgreich durchf\u00fchren. Dabei ist nichts kaputt gegangen. Bei mittleren Winden ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 7-9 kn machbar. 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